Beschreibung
Wie ein Spiel, ein fiktiver Prozess. Nach und nach, durch schleichende Veränderungen, wird der Unschuldige zum Schuldigen. Ein hinter verschlossenen Türen stattfindendes Drama, das einem den Rücken hinunterläuft, sarkastisch und bissig, voller Humor – zugleich eine Parodie auf die Justiz und eine Parabel auf die Gewissensprüfung.
Nach Friedrich Dürrenmatt, Bearbeitung von „La Panne“, Regie: Christiane Cheruel. Nach einer Autopanne – sein rot lackierter Studebaker ist liegen geblieben – findet Alfredo Traps für die Nacht Unterschlupf im Haus einer pensionierten Richterin. Neben einem üppigen Abendessen schlägt ihm seine Gastgeberin vor, an einem fiktiven Prozess teilzunehmen, den sie gemeinsam mit drei Freundinnen – zwei Staatsanwältinnen und einer Strafverteidigerin – inszeniert. Traps willigt ein, die Rolle des Angeklagten zu übernehmen. Im Laufe des reichlich mit Alkohol begleiteten Festmahls beweisen ihm die vier Damen, dass jeder etwas zu verbergen hat. Nach und nach, durch schleichende Veränderungen, wird aus dem Unschuldigen ein Schuldiger. So begegnet dieser sympathische Sechzigjährige an diesem Abend seinem Schicksal. Das von Traps beginnt wie ein Spiel.




